Chatbots und Künstlicher Intelligenz - gerade für einsame Menschen ist das etwas, das schnell auch gefährlich werden kann, wenn die Technologie menschliche Beziehungen komplett ersetzt. Wie also geht man damit sensibel um? Darum ging es heute auf dem globalen 'Safer Internet Day' - organisiert von der Europäischen Kommission. Und warum deshalb eine Schulstunde in Ludwigshafen in die ganze Welt übertragen wird, sehen Sie jetzt.
Über 50.000 Schülerinnen und Schüler schauen gerade dieser digitalen Schulstunde in Ludwigshafen zu. Der Livestream wird direkt in Schulklassen in Deutschland aber auch nach Spanien, Belgien und Italien übertragen. Es geht um die Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Schüler.
Paul, Schüler 11. Klasse
„Ich nutze KI eigentlich nur als Werkzeug, um Sachen zu recherchieren oder um mal Sachen für die Schule schneller zu machen, als wenn ich das alles selber machen würde.“
Kim Zimpelmann, Schülerin 9. Klasse
„Also ich benutze KI, wenn ich irgendwie Hilfe bei Hausaufgaben brauche oder alltägliche Fragen habe. Zu irgendwelchen Sachen, Wäsche waschen, Rezepte. Manchmal weiß ich halt Sachen nicht und dann ist es halt einfach schneller in ChatGPT gefragt, als kurz auf die Mutter warten, bis sie runterkommt oder irgendwas anderes.“
Künstliche Intelligenz ist beliebt: 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren nutzen alleine den Dienst ChatGPT. Die Soziologin Paula Ebner forscht zu Künstlicher Intelligenz und beobachtet, dass die Technologie zum Teil Freundschaften ersetzt.
Paula Ebner, Soziologin
„Die sind super verständnisvoll also das hört man total häufig, dass der Chatbot einen nicht verurteilt, sondern sagt ja, ich verstehe warum du dich so fühlst und das ist okay, dass du dich so fühlst und ich verstehe warum du so gehandelt hast. Und die sind natürlich auch immer da. Das heißt, wenn man irgendwie einen Moment hat, dass einem sehr schlecht geht, dann kann man sich an den Chatbot wenden.“
Problematisch wird es, wenn junge Menschen sich emotional abhängig machen oder: Auf Falschinformationen hereinfallen.
Albrecht Bähr, Versammlungsvorsitzender Medienanstalt Rheinland-Pfalz
„Es ist einfach für manche Leute ein gefundenes Fressen Menschen zu beeinflussen durch Information. Und das ist eine große Gefahr, weil damit auch die Demokratie natürlich angegriffen wird. Es muss schlicht und einfach anerkannt werden, dass Medienkompetenz neben Lesen, Rechnen, Schreiben die vierte Grundkompetenz ist.“
Praktische Tipps gibt es heute auf dem globalen Safer Internet Day für Jugendliche ab der siebten Klasse. Faustregel:
Dr. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz
„Gib der KI nur das, was du selbst bereit bist laut in einem Bus zu sagen. Also möglichst keine privaten Adressen, keine Klarnamen, keine privaten E-Mails.“
Also keine sensiblen Daten. Aber eines wird klar: So manche Schüler hier sehen ohne Künstliche Intelligenz für sich keine Zukunft.







