Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Er saß nicht nur in der Jury bei der SAT.1 Castingshow "The Voice", sondern ist selbst auch ein Star. Mit dem Hit „Be Mine“ ist Kamrad letztes Jahr so richtig durchgestartet. Jetzt ist er auf großer Tour – ein Stopp: Frankfurt. Bevor Kamrad bei seinem Konzert die Halle zum Beben bringt, hat ihn meine Kollegin Nina Seeh für 17:30@night getroffen.

„Ich wünschte mehr Menschen wüssten über mich, dass ich Kamrad heiße und nicht Konrad. - Mein größtes Guilty Pleasure ist so 90er Jahre Trash-Mucke. Das würde ich mir jetzt nicht privat im Auto anhören, anmachen, aber wenn es läuft und ich bin auf 'ner Party, dann find ich das schon auch ein bisschen geil. - Ich fühle mich am meisten wie ich selbst. Wenn ich auf der Bühne stehe, oder wenn ich Musik machen kann.“

Dass sich Kamrad auf der Bühne wohl fühlt, sieht man ihm an. Zu seinem vierten Geburtstag bekommt er seine erste Gitarre geschenkt und probiert sich direkt an seiner Lieblingsband aus.

KAMRAD
„Ich hab nur englischsprachige Musik gehört. Ich hab die Beatles gehört. Ich hab versucht das irgendwie in so einem Fake-Englisch nachzusingen. Und hab dann auch angefangen meine ersten Songs so zu schreiben. Das heißt eigentlich ist meine Singstimme bei mir immer nur auf Englisch gewesen und ich kling auch anders, wenn ich auf Deutsch singe und ich mag es überhaupt nicht wenn ich auf Deutsch singe. Und dementsprechend ist Englisch irgendwie meine Muttersprache in der Musik, ich kann mich da auch besser ausdrücken.“

Seinen Nachnamen macht er zum Künstlernamen. Gerade bei Konzerten außerhalb des deutschsprachigen Raums muss der 28-Jährige seinen Stolz was die richtige Aussprache angeht auch mal beiseiteschieben.

KAMRAD
„Es ist tatsächlich so, dass ich im englischen Kamrad sage, weil es total komisch ist zu sagen ‚Hey guys, my name is KAMRAD‘.

Für seinen Traum von der großen Musikkarriere schmeißt er sein Studium. Gerade in den Corona-Jahren eine Entscheidung, die er manchmal bereut.

KAMRAD
„Als dann irgendwie mein altes Team gesagt hat. ‚Tschüss‘, das wird nix. Und ich dann wirklich alleine stand, hab ich mir gedacht so ‚Okay war das vielleicht nur ein dummer Traum und haben alle anderen Recht gehabt? Und dann aber drei Monate später kommt auf einmal der Song, der alles verändert. Es gewinnt nicht der Beste. Ich würd nie behaupten, dass ich der Beste bin in dem was ich tue. Aber ich bin hartnäckig."

Und diese Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Seine Songs halten sich über viele Wochen in den Charts. KAMRAD singt über Freundschaft, Liebe und Geschichten aus dem Alltag, die ihn bewusst oder manchmal auch unterbewusst beschäftigen.
Der Austausch mit seinen Fans ist ihm wichtig.

Reporterin: „Gab es eine Fanbegegnung, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist, oder irgendwas in dir ausgelöst hat?“
KAMRAD: „Es gibt viele Momente. Gestern bei der Show war ein Fan und sie hatte ein Plakat, dass sie ein Tattoo machen möchte. Dann hab ich was aufgeschrieben. Da hab ich irgend so einen Song geschrieben, der einen Menschen das ganze Leben begleitet. Das sind schon so Sachen, die einen nochmal im Positiven zum Nachdenken bringen. Dass es nicht nur um Zahlen geht, sondern wirklich um die echten Menschen.“

Und um diese echten Menschen auch in Frankfurt glücklich zu stimmen, hat sich die Crew ganz besonders vorbereitet.

KAMRAD: „Wir haben auch schon die ganze Zeit frankfurtspezifische Sachen gesammelt, die ich auf der Bühne sagen kann. Also ich weiß nicht, wie man es genau ausspricht, aber Äppelwoi ist ja, glaub ich, so das Getränk, was getrunken werden muss. Apfelwein, ne?“
Reporterin: „Ebbelwoi mit einem 'E' vorne, das ist ganz wichtig.“
KAMRAD: „Ebbelwoi?“
Reporterin: „Ja, genau.“

Und so gibt’s am Ende für KAMRAD und seine Band den Ebbelwoi auf der Bühne und für seine Fans eine große Party.