Eintracht Frankfurt hat einen neuen Trainer, den Spanier Albert Riera. Er soll die Eintracht wieder in die Spur bringen und den aktuellen Negativtrend stoppen. Wie ihm das gelingen will? Das hat er heute, bei seiner offiziellen Vorstellung, verraten. Nachdem er zuvor auch schon mit seiner neuen Mannschaft trainieren konnte.
Da kommt er an, der Neue. Standesgemäß, wie es auf den Trainingsgelände vor dem Waldstadion dazugehört, auf dem Fahrrad.
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
„Das ist was Neues für mich. Vor 20 Jahren saß ich das letzte Mal auf einem Fahrrad.“
Deutlich mehr Selbstverständnis dann auf dem Rasen, wo er selbst als Spieler - unter anderem beim FC Liverpool, Manchester City und Espanyol Barcelona – aktiv war.
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
„Hört auf nach hinten zu spielen. Hört auf nach hinten zu spielen. Wie mit einem Messer, scharf und spitz, nach vorne spielen. Es ist mir egal, wer wo steht. Auf der sechs oder als Innenverteidiger. Ihr müsst die ganze Zeit wissen, was ihr tut. Timing! Im Fußball geht’s um Timing!“
Der 43-Jährige muss bei Eintrachr Frankfurt jetzt jede Menge Baustellen beheben: Das Umschalten in die Defensive verbessern, die Gegentorflut stoppen und vor allem Klarheit in der Towartfrage schaffen. Denn Torhüter Kaua Santos, zuletzt wieder die Nr.1 unter Dino Toppmöller, zuletzt mit einem Bock nach dem anderen. Sportvorstand Markus Krösche glaubt daran, dass Riera die Trendwende schaffen wird.
Markus Krösche, Sportvorstand Eintracht Frankfurt:
„Weil er natürlich auf der einen Seite zu dem Spielstil passt, wie wir Fußball spielen wollen. Er ist ein Trainer, der offensiven Fußball spielt, mutigen Fußball spielt. Der in der Lage ist, auch Spieler weiterzuentwickeln. Alles das, was für uns als Eintracht Frankfurt natürlich extrem wichtig ist. Jemand, der davon überzeugt ist was er tut. Der eine klare Idee hat, klare Prinzipien hat. Und ich glaube, das ist gerade in den Phasen, wenn es bei Mannschaften nicht so läuft, wichtig irgendwo Halt zu haben.“
Auf seiner ersten Pressekonferenz als Cheftrainer von Eintracht Frankfurt strotzt Riera nur so vor Selbstvertrauen, das er an seine neue Mannschaft weitergeben will.
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
"Ich versuche die Spieler zu überzeugen, dass sie die besten, die stärksten, die schnellsten, die schönsten sind. Das ist Überzeugung, Selbstvertrauen. Und genau das wollen wir hier erreichen. Ich sage Ihnen morgen: Ihr springt da jetzt von diesem Balkon. Und sie werden springen! Sie werden glauben. Wie ich das mache? Ich weiß nicht, vielleicht habe ich einen Zauberstab. Aber glaubt mir, das werde ich tun, meine Spieler werden mir folgen."
Und so wird sein erster Auftritt vor der Presse zu einer Aneinanderreihung von klaren Ansagen.
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
„Ich frage nicht, ob es ihnen gefällt oder nicht. Ich sage: Tu es! Damit sie genau wissen, wie wir verteidigen müssen. Und auch was wir mit dem Ball machen müssen. - Es geht nicht darum, wer mehr läuft. Sondern wer besser läuft. Du kannst 14 Kilometer laufen, aber wenn du falsch läufst, dann ist alles umsonst. - Markus, wirst Du mir Zeit geben? Weder Markus, noch sonst jemand wird mir Zeit geben. Im Fußball, da hat man keine Zeit. Alle wollen das nächste Spiel gewinnen!“
Sein allererstes Spiel - am Freitag bei Union Berlin, wird auch er, der bei der Eintracht einen Vertrag bis Mitte 2028 unterschrieben, gewinnen wollen. Denn auch unter seiner Regie ist und bleibt das Ziel für Eintracht Frankfurt: Im kommenden Jahr international spielen.







