Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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2025 war wirtschaftlich und politisch ein äußerst turbulentes Jahr. Geopolitische Entscheidungen haben für große Herausforderungen gesorgt. Dennoch scheint es gerade den Banken vergleichsweise gut zu gehen. Heute hat die Commerzbank ihre Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgestellt.
Im Commerzbank-Tower in Frankfurt herrscht heute spürbar gute Stimmung. Die zweitgrößte deutsche Privatbank präsentiert starke Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Doch über dem Erfolg liegt ein Schatten: die Sorge vor einer möglichen Übernahme durch die italienische Großbank UniCredit. In der Chefetage gibt man sich allerdings gelassen.

Bettina Orlopp, Vorstandvorsitzende Commerzbank
„Es ist natürlich ein präsentes Thema, weil auch immer alle darüber schreiben. Aber für uns intern, in der Bank, ist es kein wesentliches Thema, weil wir uns wirklich auf unsere Kunden konzentrieren. Wir eben Wert schaffen wollen für unsere Aktionäre, aber eben auch für unsere Mitarbeiter und unseren Kunden. Deswegen betrifft's uns schon, aber wir fokussieren uns auf das, was wir in unseren Händen haben, und das ist unsere Strategieumsetzung.“

Für das vergangene Jahr meldet der DAX-Konzern einen Gewinn von 2,6 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es 2,7 Milliarden – der Rekordgewinn von 2024 wurde damit knapp verfehlt.Und das trotz hoher Kosten für den Stellenabbau und der Verlagerung tausender Jobs.
Der DAX-Konzern plant, bis Ende kommenden Jahres rund 3.900 Vollzeitstellen abzubauen, davon 3.300 in Deutschland. Ob dieser Abbau mit dem verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz zusammenhängt, dazu äußert sich die Bank heute eher zurückhaltend.

Bettina Orlopp, Vorstandvorsitzende Commerzbank
„Richtige Effizienzen, dass man da jetzt Kapazitäten Abbau sieht, dass sehen wir in unseren Callcentern, da geht’s aber eher darum, dass wir eher externe Callcenter Kapazitäten reduzieren.“

Am Gewinn beteiligt die Bank auch ihre Aktionäre: Die Dividende steigt auf 1,10 Euro pro Aktie – nach 65 Cent im Vorjahr, ein Plus von rund 70 Prozent. Für das laufende Jahr hebt die Commerzbank ihr Gewinnziel an. Im Abwehrkampf gegen die italienische UniCredit will die Bank ihr Ergebnis noch deutlicher steigern und weiterwachsen.