'Phantastics Wiesbaden' – das ist das Cheerleading-Team der Football-Mannschaft 'Wiesbaden Phantoms'. An Heimspiel-Tagen unterstützen sie die Footballer mit ihren Choreografien. Gleichzeitig treten die Cheerleaderinnen aber auch selbst bei Wettkämpfen an - und haben kürzlich bei der Weltmeisterschaft in Japan die Riesen-Sensation geschafft: WM-Silber für die Phantastics.
Körperspannung. Kraft. Kontrolle. Und doch sieht es so aus, als würden die Cheerleaderinnen der Phantastics Wiesbaden mühelos durch die Luft wirbeln. Das kann nur klappen, wenn man sich in- und auswendig kennt.
Jula Tschirch, Cheerleaderin Phantastics Wiesbaden
„Ich hatte vorher tanzen gemacht. Und das war einfach so cool, auch mit turnen. Und mit den ganzen Mädels. Ich habe hier ganz tolle Freunde kennengelernt. Und ich glaube, das hat sich dann auch einfach so gezogen bis jetzt. Ich hab hier meine besten Freunde.“
Die Grundaufstellung ist immer die gleiche: Vier Frauen auf dem Boden, eine – der Flyer – in der Luft. Oben braucht es Balance und Selbstbeherrschung. Unten: Muskelkraft.
Aenne Thaugs, Cheerleaderin Phantastics Wiesbaden
„Man versucht ja alles aus den Beinen zu heben. Also dass wirklich der Rücken am wenigsten belastet ist. Aber natürlich auch viel in der Hand, weil wenn der Fuß wackelt, muss ich halt dagegen drücken. Also es muss viel Muskelkraft in den Unterarmen sein. Oder eigentlich überall. Auch in den Armen, wenn man das oben halten muss. Also der ganze Körper wird beansprucht.“
Denn geht doch mal was schief, sind die Teamkolleginnen unten dafür verantwortlich, dass der Flyer nicht auf den Boden stürtzt.
Gina Klinkhammer, Trainerin Phantastics Wiesbaden
„Wichtig ist auf jeden Fall, dass man Leute dabei hat, die Erfahrung haben. Also wir haben viele im Team, die das schon seit Jahren machen. Und wenn wir neue Skills probieren, also neue Sachen ausprobieren, die die Mädels noch nicht gemacht haben, dass man den Mädels Sicherheit gibt, indem man das absichert. Und das vielleicht eventuell auch auf Matten macht. Dass die Mädels sich einfach ein bisschen sicherer fühlen.“
Die Phantastics Wiesbaden werden im vergangenen Jahr Deutscher Meister – das qualifiziert sie für die Weltmeisterschaft in Japan als Team Germany anzutreten. Nur vier Monate haben sie Zeit, ihre Choreografie an die WM-Regeln anzupassen. Schließlich geben 16 Phantastics in Tokyo alles.
Am Ende sind nur die Japanerinnen besser. WM-Silber – der bisher größte Erfolg für das Team.
Jula Tschirch, Cheerleaderin Phantastics Wiesbaden
„Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Es war ein rießengroßer Moment in meinem Leben. Auch vor allem, wenn man wieder herkommt und alle sind so Wow. Und man denkt da gar nicht so krass drüber nach. Aber das war schon echt richtig cool.“
Cool auch, weil die Wiesbadnerinnen hoffen, mit ihrem WM-Erfolg den Sport in Deutschland bekannter zu machen.
Aenne Thaugs, Cheerleaderin Phantastics Wiesbaden
„Die meisten haben auch Vorurteile, weil ja in dem Film meistens diese Sideline, also wo man neben dem Footballspiel steht und das Footballteam anfeuert. Und ich finde, das ist immer ein bisschen schade, weil das ist ja wirklich mehr. Also die ganzen Meisterschaften beweisen das ja auch, dass es viel mehr ist. Und wenn man sich in den USA die Allstar-Cheerleader anguckt, dann ist das ja noch einmal eine Nummer höher. Eine Nummer krasser.“
Und deshalb heißt es auch direkt wieder: üben für die nächste Meisterschaft.







