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Die Deutsche Börse AG in Frankfurt feiert den Gang ihrer eigenen Aktie an die Börse vor 25 Jahren. Zur Feierlaune passt auch die gute Bilanz, die heute vorgelegt wurde. Doch es gibt im Jubiläumsjahr auch Schatten.
Das Positive zuerst: Passend zum Jubiläum liefert die Deutsche Börse das beste Jahresergebnis ihrer Geschichte. 2025 hat der Konzern 2,1 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem gibt die Deutsche Börse heute einen Milliardendeal bekannt: Für über eine Milliarde Euro übernimmt die Gruppe den US-amerikanischen Datenanbieter „ISS Stoxx“ komplett. Es scheint alles rund zu laufen.

Stephan Leithner, Vorstandsvorsitzender Deutsche Börse
„Vor einer Woche waren wir hier am Parkett, haben mit unseren Mitarbeitern die 25 Jahre gefeiert. Unglaublich zu sehen, wie sich die Deutsche Börse in der Zeit verändert hat. Insofern passt es gut dazu, dass wir ein erneutes Wachstumsjahr und das stärkste Jahr unserer Geschichte hier präsentieren konnten.“

16.000 Mitarbeiter beschäftigt die Deutsche Börse weltweit. Ihre Rekordzahlen hat sie  auch dank Zukäufen erzielt. So gar nicht ins Bild will da der Absturz der eigenen Aktie passen: Nach einem Rekordhoch im Mai 2025 hat sie 28 Prozent an Wert verloren - der stärkste Einbruch der Börsen-Aktie seit der globalen Finanzkrise 2008. Vor allem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hat die internationalen Märkte verunsichert. Investoren scheinen dem mit mehr Risiko entgegenwirken zu wollen. Aber:

Stephan Leithner, Vorstandsvorsitzender Deutsche Börse
„Erstens wird weniger gesprochen über den starken Anstieg im ersten Quartal 2025. Damals ist sie ja erst vom heutigen Niveau auf diese 290 und seitdem ist sie wieder runtergekommen. Wir liefern unsere Ergebnisse, haben wir wieder gezeigt. Dann wird die Aktie folgen.“

Immerhin hat sich die Börsen-Aktie zuletzt wieder gefangen. In den kommenden Jahren will die Deutsche Börse um je acht Prozent wachsen und ihre Nettoerlöse bis 2028 auf 6,5 Milliarden Euro steigern.