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Goodfellow-Baumkänguru-Dame Aluna hat ein Junges zur Welt gebracht. Der Zoo beteiligt sich an einem europaweiten Zuchtprogramm, denn die Tiere gelten als stark gefährdet. Umso schöner, dass das Kleine sich jetzt auch so langsam den Besuchern zeigt.
Noch etwas verschlafen spitzelt  das kleine Goodfellow-Baumkänguru aus seinem Versteck. Die Welt außerhalb kennt es erst seit kurzem. Die vergangenen sechs Monate seines Lebens hat der Nachwuchs nämlich in Mamas Beutel verbracht.

Florence Triebiger, Zootierpflegerin
„Goodfellow-Baumkängurus kommen zur Welt und sind da gerade mal so einen Zentimeter, zwei Zentimeter groß, krabbeln an der Mutter hoch in den Beutel und sitzen dann bis zu drei Monate ganz tief im Beutel drin, um dort an der Zitze zu saugen und zu wachsen und erst mit so etwa fünf bis sechs Monaten kommen sie tatsächlich raus.“

Das riecht aber lecker, woran die Mama da knabbert. Auch wenn das Kleine noch keine Zähne zum kauen hat – an der Pastinake schlecken oder an Blättern nuckeln macht es trotzdem gerne. Typisch Kleinkind eben. Krallen hat der Nachwuchs bereits. Die sind auch sehr wichtig für Baumkängurus, um sich in den Bäumen festzuhalten.

Florence Triebiger, Zootierpflegerin
„Goodfellow-Baumkängurus leben in den Regenwäldern, an Berghängen bis zu 3000 Meter, sehr sehr gerne auch auf hohen Bäumen, aber generell ist es einfach so bei den Tieren, sie verbinden Höhe mit Sicherheit. Das heißt, wenn sie sich durch irgendwas bedroht fühlen, klettern sie ganz, ganz weit nach oben.“

Baumkängurus haben kräftigere Arme als auf dem Boden lebende und einen längeren Schwanz, für besseres Gleichgewicht. Zur Fortbewegung hoppeln sie aber ebenso wie ihre Verwandten. In ihrer Heimat Papua Neuguinea sind die Goodfellow-Baumkängurus stark bedroht: Durch Rodung der Regenwälder, etwa für Kaffeeanbau und weil sie von den Einheimischen gejagt und gegessen werden. Der Zoo Frankfurt will mit der Zucht die Art erhalten und unterstützt gleichzeitig Schutzprojekte für die Tiere vor Ort.

Florence Triebiger, Zootierpflegerin
„Irgendwann ist es das Ziel, die Tiere auch wieder auszuwildern, dafür müssen wir aber erst einmal eine beständige Population haben, die dann auch selbstständig in der Natur sich fortpflanzen kann und nicht erst monatelang nach einem Partner suchen muss.“

Einen Namen hat das Kleine übrigens noch nicht, denn das Geschlecht ist noch unbekannt. Aber ob Mädchen oder Junge – putzig ist es allemal.