Der 22. Spieltag in der ersten Fußballbundesliga steht an und Mainz 05 spürt den Rückenwind aus zuletzt drei Siegen in Folge.
Markus Appelmann, Moderator:
Und darüber spreche ich jetzt mit meinem Kollegen aus der Sportredaktion, Julian Beimel. Hallo Julian. Heute um 20:30 Uhr heißt es für die 05er Anstoß beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Wie schätzt du die Mainzer zurzeit ein?
Julian Beimel, Sportreporter:
Mainz 05 hat sich unter Trainer Urs Fischer stabilisiert, die Abstiegsplätze verlassen. Dabei geholfen haben zum einen natürlich die vielen Neuzugänge, die geholt wurden. Zum anderen setzen die 05er unter ihrem neuen Coach vermehrt auf ältere, erfahrene Spieler. Die Startelf von letzter Woche war die älteste, die jemals für Mainz in der Bundesliga aufgelaufen ist. Ein Vereinsrekord, der den Schweizer aber nicht wirklich interessiert.
Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05
„Am Ende geht es über Leistung. Ich unterscheide nicht jung und alt. Ich unterscheide gut und weniger gut. Also das Alter spielt keine Rolle. Am Schluss stelle ich die Elf auf, wo ich denke: Das sind die, die uns am ehesten helfen in diesem Spiel."
Beimel:
Selbst in dieser närrischen Zeit der Meenzer Fassenacht wäre ein Sieg der 05er eine echte Überraschung. Die Dortmunder, seit sage und schreibe 14 Ligaspielen ohne Niederlage.
Appelmann:
Eintracht Frankfurt will zuhause gegen Borussia Mönchengladbach seine Durststrecke beenden. Kann das was werden?
Beimel:
Ein Sieg ist auf jeden Fall möglich. Auch wenn das Comeback von Angreifer Jonathan Burkhardt heute nochmal um eine Woche verschoben wurde. Er ist jetzt vor kurzem krank geworden und war ja seit Ende November mit einer Wadenverletzung raus. Und ohne ihn haben sie so gut wie nix gewonnen. Und der neue Eintracht-Coach Albert Riera, der steht vor seinem Heimspieldebüt und schaut so auf die kommende Partie.
Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
„Wir haben fantastische Fans, ein fantastisches Stadion. Aber wir müssen ihnen FUTTER geben. WIR müssen ihnen diese Energie geben. Und dann wird uns das Publikum dafür belohnen. Aber es liegt an uns, es ist unserer Hand. Also werden die Spieler werden voller Energie und Leidenschaft sein.“
Beimel:
Und auch in der Abwehr personell leichtes Aufatmen bei der Eintracht. Stamm-Innenverteidiger Arthur Theate hatte sich am Mittwoch im Training am Knie verletzt, da wurde schon Schlimmstes befürchtet. Es ist aber „nur“ eine Meniskusverletzung, die ihn ein paar Wochen außer Gefecht setzt und nicht länger.
Appelmann:
Kommen wir jetzt zum aktuellen Tabellenführer der zweiten Fußballbundesliga. Darmstadt 98. Auswärts bei Eintracht Braunschweig klarer Favorit, oder?
Beimel:
Absolut, die haben letzte Woche nicht mal ihren Top-Torjäger Isac Lidberg gebraucht, um den 1. FC Kaiserslautern, im Duell Hessen gegen Rheinland-Pfalz, mit 4:0 nach Hause zu schicken. Von Euphorie will Trainer Florian Kohfeldt aber nichts hören.
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Ich bin die Woche ein, zwei Mal angesprochen worden: Ja, jetzt aber nicht so euphorisch werden. Und ich wusste gar nicht, was die von mir wollen. Also, tut mir leid. Ich konnte keine Euphorie feststellen diese Woche bei uns in der Mannschaft. Ich konnte ein konzentriertes Weiterarbeiten feststellen. Und dementsprechend gehen wir da relativ ruhig mit um.“
Beimel:
Also, die Tabellenführung verändert gar nichts, sagt Florian Kohfeldt. Jetzt elf Spiele ohne Niederlage und genau so wollen die Lilien weitermachen.
Appelmann:
Der 1. FC Kaiserslautern empfängt am Samstag das Tabellenschlusslicht der Liga: Die Spielvereinigung Greuther Fürth. Wie ist Stimmung zurzeit am Betze?
Beimel:
Gegen Fürth hofft der FCK wieder mal auf ein Erfolgserlebnis. Mittlerweile sind es 8 Punkte Abstand auf den Aufstiegsplatz. Das Ziel, beim Aufstiegsrennen mitzumischen, in weite Ferne gerückt. Und deshalb haben sich Trainer und Mannschaft am Sonntag auch mal zusammengesetzt und ausgesprochen.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern
„Da durfte sich eben jeder mal auskotzen und durfte Müll abladen. Also auch bei mir den Müll abladen, weil ich ich gesagt habe: Ich bin eh immer für euch der, derjenige, der den Müll sortieren muss. Weil ich bekomme jeden Tag sehr sehr viel Müll ausgeschüttet. Aber von daher macht es mir aber nix aus.“
Beimel:
Torsten Lieberknecht sagt: Der, der den ganzen Druck abbekommt, das ist beim FCK nun mal der Trainer. Und je mehr Druck da kommt, desto mehr sieht er sich in der Pflicht.
Appelmann:
Wir sind gespannt, ob der FCK nochmal einen Lauf starten kann. Julian, Dir jetzt erstmal vielen Dank für Deinen sportlichen Ausblick aufs Wochenende.
Beimel:
Gerne.







